Führerschein in Eile
Eigentlich soll man sich ja nicht immer beeilen, die ständige Hektik ist schlecht für die Gesundheit und beim Autofahren ist sie sogar lebensgefährlich. Doch manchmal muss es halt schnell gehen. Darum gibt es jetzt auch einen Führerschein für all jene, die es eilig haben. In großen Städten wie Köln, Hamburg und Stuttgart kann man jetzt den Führerschein in nur fünf Tagen machen. Dass heiß einem Crashkurs in der Theorie folgt hoffentlich eine crashfreie Autofahrt und der kleine Plastikführerschein ist fertig. Vor allem für junge Menschen, die schon einige Fahrerfahrungen (natürlich fernab der Zivilisation) gesammelt haben, aber nie die Zeit hatten, die ganze Ausbildung zu machen, ist das ein großartiges Angebot.
Vor Beginn der Fahrausbildung muss man sich immer erst einiges überlegen. Sollte man mit oder ohne Gangschaltung lernen? Vielleicht lieber mit, da ohne ja wie mit ist, nur ohne linkes Bein? Und lieber ein Autotyp den man sich später auch kauft oder die Chance nutzen und mal einen Mercedes fahren? Und überhaupt: Hat man eigentlich genügend Geld? Denn die Ausbildung, die aus einem langen Theoriekurs und zahlreichen Fahrstunden besteht, kostet selten weniger als 1.000€. Also versucht man so günstig wie möglich davonzukommen. Mit einem schnellem Führerschein ist einem da geholfen. Und für alle, die nicht aus einer Großstadt kommen, aber trotzdem den Kurs nutzen möchten, gibt es noch http://www.wimdu.de, eine neue Seite, auf der man sich Ferienwohnungen mieten kann. Da spart man sich die teuren Hotels und ist mit etwas Glück auch näher an der Fahrschule.
Von der Theorie...
Der Ablauf des schnellen Führerscheins entspricht einer komprimierten Ausgabe der normalen Ausbildung. Die Theorie ist nicht gerade einfach. Man sollte sich vielleicht im Voraus schon einmal ein Lehrbuch vornehmen und anfangen zu lernen. Denn im Test werden nicht viele Zusammenhänge gefordert, sondern starre Fakten. Neben den unzähligen Schildern sollte man auch die ganzen Zahlen im Kopf haben, wie Höchstgewichte, Geschwindigkeiten und Meterabstände. Im übermäßig geregeltem deutschen Straßenverkehr ist alles vorgeschrieben und wird präzise abgefragt. Wer zu viele Fehler hat, muss die Theorie wiederholen. Das müssen die meistens zumindest einmal. Besonderes Kopfzerbrechen bereiten die Regeln zur Vorfahrt, die selbst erfahrene Fahrer in das Lenkrad beißen lassen. Auch wenn sich in vielen Orten inzwischen "Brems oder Stirb" durchzusetzen scheint, ist es hilfreich zu wissen, wer im Falle eines Unfalls der Schuldige ist. Das interessiert dann nämlich die Versicherung und so ein Autoschaden ist meist so teuer, wie mehrere Führerscheine.
... zur Praxis
Um die Praxis sollte man sich keinen Kopf machen. Bei einem guten Fahrlehrer entwickelt man schnell das richtige Gefühl für Gas und Bremse und die Breites des Autos. Was man schwer erlernen kann und besser von Haus aus haben sollte, ist ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, denn Parken ist für die meisten das Ende der Prüfung. Schlimmstenfalls wird man gebeten rechts ran zu fahren und mit dem Ausbilder die Plätze zu wechseln. Das möchte man doch vermeiden. Also am besten schon mal ein paar Entspannungstechniken üben, damit man sich voll und ganz auf die Fahrt konzentrieren kann und nicht schon am Anfang alles zerstört. Denn gegen Ende der Fahrt ist der Prüfer weniger aufmerksam, weil er seine Mitschriften durchgeht, dann kann man dann schon durchatmen und ausrollen.